Therapeutin

Shownotes

Karin und Elian sprechen über ihre Berufe als Therapeutinnen. Warum ist Karin Kinderphysiotherapeutin geworden? Weshalb wählte Elian die Psychologie und Psychotherapie? Was belastet und was fasziniert an diesen Berufen?

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00:00:02:

00:00:30: Herzlich Willkommen zu BRF.

00:00:32: Schön bist du da?

00:00:33: Hey, schön bist du da!

00:00:35: Heute reden wir über unsere Prüf als Therapeutinnen zwischen Leidenschaft und Herausforderung.

00:00:41: Wir können immer wieder fragen, wie das so ist als Kinderphysiotherapeutin oder als Psychotherapeutin?

00:00:48: Wir werden gefragt, warum wir den Job gewählt haben, was uns gefällt, was sich belastet usw.

00:00:53: Über das wollen wir heute sprechen.

00:00:55: Karin, warum bist Du KinderphysotherapeutIn geworden?

00:00:59: Ich habe sehr früh meinen Bruder ins Kinderspital zur Therapie begleitet und habe dann gemerkt, ich finde das Spital mega lässig.

00:01:09: Und der Geruch von Sterilium gefällt mir bis heute.

00:01:14: Okay?

00:01:15: Ich liebe es mit meiner Hand zu arbeiten und mein Wissen über den Körper und das Hirn fasziniert mich bis heute.

00:01:25: Warum, wie was funktioniert?

00:01:26: Das finde ich extrem toll.

00:01:29: Und ich bin einfach gerne mit Kindern zusammen.

00:01:32: Ich bin Kind sehr lässig!

00:01:34: Das hat sich so mit den Jahren kristallisiert.

00:01:37: Ich habe relativ früh ein Baby gesehen und allgemein alle Kinder- und Nachbarschaften sind immer gern zu mir gekommen.

00:01:45: Und weil Kindergärtnerinnen und Lehrer ihn irgendwann mal nicht so ganz gefüttert haben mit meinen Kernkompetenzen sag' ich wohl... Es war ein Physio immer mehr klar und dann auch ganz klar Kinder.

00:02:00: Und nicht Sportphysio, als ich auch mal einen Sinn hatte, sondern Kindophysio.

00:02:06: Das war so bei mir der Hauptgrund.

00:02:09: Ich habe das gesehen wie sie es machen, wie die dort arbeiten im Spital und habe sehr viele Fragen gehabt.

00:02:16: Der Körper fasziniert mich, ich finde das extrem interessant.

00:02:20: Ich möchte mehr darüber wissen und vor allem ich will auch was die machen können.

00:02:25: Du warst so mein Motivator.

00:02:26: Wie war es bei dir?

00:02:30: Bei mir ist es ein Stück weit ähnlich dass sich wirklich auch die Faszination wie der Mensch funktioniert mit den Teilen.

00:02:39: Ich erinnere mich gerade an eine Kante, die sehr gerne Biologie hatte psychologischen Zusammenhängen, wo wir das auch in der Bio hatten.

00:02:49: Verhalten und Heeren usw.

00:02:51: Das hat mich dort schon immer interessiert gehabt.

00:02:54: Aber ich wusste noch nicht genau, was ich damit machen möchte, weil ich so bio ... Es ist breit natürlich aber ... Ich hatte mir dann gleich auch nicht den Sob hackt.

00:03:06: Und dann habe ich in meiner Jugendzeit selbst auch keine schöne Erfahrungen gemacht, die mir sehr viel zu denken gegeben haben, die ich sehr angefangen habe In den Gründen, in den Sinnen.

00:03:17: Ich wollte verstehen ... Ich wollte schon immer verstehen, warum Menschen sich wie verhalten.

00:03:26: Wie sie mit ihren Emotionen umgehen.

00:03:30: Daraus habe ich eine Haltung entwickelt, dass ich der Überzeugung bin, dass es für alles seine Gründe gibt.

00:03:38: Wenn man die nicht unbedingt immer sieht und die menschliche Besüche ... die Psychologie.

00:03:44: Das heißt, sie enthalten das Wort Psyche und Logik in der Logie, dass es da etwas gibt, was zu verstehen ist.

00:03:53: Und das hat mich einfach fasziniert.

00:03:56: Darum habe ich den Weg gemacht, um psychologisch zu studieren und immer so mit dem Gedanken ... Das Verstehen und auch die Veränderung ist möglich.

00:04:09: Wir haben immer einen Einfluss darauf, wie wir sind oder wie wir möchten sein oder wo wir irgendwie heran möchten.

00:04:15: Zuerst habe ich an der Psychologie studiert und dann zum Psychotherapeutin.

00:04:20: Wer braucht sie nachher noch?

00:04:22: eine Weiterbildung vier Jahre berufsbegleitend nach dem Studium.

00:04:27: Das ist, ich vergleiche es immer so ein bisschen mit dem Facharzt.

00:04:30: das ist wie ein Arzt sehr medizin studiert und danach machst du noch einen Facharz für Herz oder

00:04:36: eben

00:04:36: für Kinderarzt oder für Chirurgie und so ist das auch in der Psychologie.

00:04:42: Nach dem Studiums brauchst du dann wirklich für psychotherapeutin zu werden, auch nochmal eine vierjährige berufesbegleittende Ausbildung dass Therapeutische arbeiten, dass Menschen helfen, sich selbst zu verstehen und dann auch ihre Ziele verfolgen können.

00:05:02: Dass es ihnen besser geht oder sich zu

00:05:03: verändern.

00:05:04: Das war meine Motivation.

00:05:09: Was ich schon immer gesagt habe ist, ich möchte zum einen therapeutisch arbeiten, aber zum anderen auch in der Prävention noch ... Was ich jetzt mit den Workshops mache, die mich der Leute wirklich will.

00:05:26: Bevor immer Probleme sind, einfach helfen lernen sich selbst besser zu verstehen und das Hilfe zur Selbsthilfe ist wie immer ein grosses Anliegen.

00:05:36: Ich bin ganz fest am Nicken, was du hier am Verzellen bist Das ist das von uns ja auch in unserem Beruf gefallt, oder?

00:05:43: Das ist etwas, wo wir beide aufgehen können Ja, wo wir uns ja auch entfalten wollen, warum wir den Weg gegangen sind und wie du ... Wir haben hier auch eine Grundausbildung.

00:05:55: Heute ist es ein Studium, damit du mit der Wachse arbeiten kannst.

00:06:00: Wenn du das nach vier Jahren beendet hast, dann tust du dich auch spezialisieren.

00:06:06: Und in meinem Fall war das auch so.

00:06:08: Dann habe ich einfach mal meine Grundausbildung und dann ging es darum um Bewerben was extrem schwierig ist in der Schweiz, dass du... dich um einen Job bewirscht, ohne dass du die Qualifikation dazu hast.

00:06:22: Das habe ich jetzt wahrscheinlich gerade noch gedacht, weil deine Grundausbildung ist ja eigentlich ... Ich sage es als normale, nach wie vor Schluss Zeichen Physiotherapeutin und dann hast du einen Job, der gerade schon mit Kindern arbeitet?

00:06:33: Ja genau!

00:06:35: Und ich habe einfach wahnsinnig Glück gehabt, dass ich in ein Team gekommen bin.

00:06:41: Ich konnte vorstellen, jemanden

00:06:43: aufzubauen,

00:06:45: der sich ihre Pläne geändert hat und mir in Anführungszeichen die einfacheren Fälle gegeben hat, damit ich einmal lernen kann.

00:06:54: Und sie haben diese ganz schwere Fälle genommen – auch Säugling, weil du noch eine Spezialausbildung hast, damit du überhaupt Säügling behandeln

00:07:02: darfst.

00:07:03: Und so kam ich in die Kinder.

00:07:05: Natürlich hatte ich immer soft skills dabei, wo meine erste Chefin mich eingestellt hat, dass sie das auch gesehen hat.

00:07:13: Dass sie gesehen hat, als ich Kinder sehe und Mensch sehe, dass ich sie in ihrer Entwicklung begleiten will.

00:07:21: Ich interessiere mich an ein kleines Kind verhalten sich anders wie ein Schulkind oder ein Teenager.

00:07:27: Genau so durst du auch interagieren.

00:07:31: was ich so gerne an diesem Beruf habe.

00:07:33: Ich kann heute früh bis zu Teenager kommen, ich habe die Abwechslung.

00:07:38: Ja, das ist schön!

00:07:39: Ich liebe es wirklich.

00:07:41: Es gibt Leute, die sagen, wie kannst du nur die Schreien die ganze Zeit?

00:07:46: Und ich muss immer etwas lachen und sagen dann schimpfen sie halt mal einen Moment.

00:07:51: Die haben einfach keine andere Ausdrucksweise.

00:07:54: Also ich höre es irgendwie schon gar nicht mehr so.

00:07:56: Ich muss jetzt auch ehrlich sein.

00:07:58: Ich habe es wahrscheinlich, wenn ich das auch kann, vielleicht als Betriebsblindheit oder Taubheit... Nein!

00:08:04: Meinst du, ich sehe sie ja anders?

00:08:07: Ja

00:08:07: eben, das habe ich jetzt gerade gedacht.

00:08:09: Das ist doch einfach deine Professionalität.

00:08:12: Du bist als Therapeuten dort und du nimmst es nicht persönlich.

00:08:17: Das Baby anschreit.

00:08:19: Aber ein Mami nimmt es vielleicht persönlich, je nach Stressniveau, die sie gerade haben.

00:08:23: Ich kriege das nicht her und komme vielleicht in einen Selbstzweifel an.

00:08:27: Du weisst einfach, dass es unangenehm ist für das Kinderlein, wenn du jetzt diese Übungen machst und den Brücken zahlt auch.

00:08:33: Aber du weisst ... Es hilft!

00:08:35: Und dann kannst du dich wahrscheinlich besser professionell ... Distanzieren, nehme ich jetzt mal an.

00:08:41: Also mir geht es zumindest so?

00:08:42: Ja also du sagst das richtig.

00:08:45: wie geht's auch so die Eltern ich geworden bin und da meine ich sie nicht nur im Lebensjahr sondern auch in der Berufserfahrung älter geworden bei Riffo dass ich diese Kinder weisst

00:08:57: auch

00:08:57: besser kann lesen und auch schneller einschätzen Und ich finde auch sie spüren mich schneller.

00:09:07: Ich weiss nicht, ob ich das jetzt richtig ausdrücken kann in Wort.

00:09:10: Es ist ein Gefühl, den ich probiere, in Wort zu verpacken.

00:09:14: Ich

00:09:14: glaube oder so, wenn ich dich wahrnimmt und eine Erfahrung habe

00:09:19: und

00:09:20: es auch lebt, dann kannst du wie authentischer sein.

00:09:23: Wenn ich für mich selber zurückgeguckt bin – nicht dass ich vorrätig falsch gewesen wäre Als junge Therapeutin ist man auch noch ein bisschen unsicherer.

00:09:34: Man hat sich mehr als Leerbuch genommen, oder?

00:09:37: Und jetzt bist du einfach mit der Erfahrung gespüriger und authentischer.

00:09:41: Du merkst auch irgendwie okay es connectet.

00:09:45: Ich habe Verbindungen.

00:09:47: Das hab ich aus dem rausgehört, was du gesagt hast.

00:09:50: Bei mir geht's so...

00:09:53: Du bist natürlich als junge Frau, als junger Fachperson Entschuldigung, man sieht es einfach an, ob du jetzt Anfangs-Zwanzig bist oder Mitte-Driessung.

00:10:05: Das ist so.

00:10:07: Man sieht es dir auch an und dementsprechend wirst du auch anders wahrgenommen von den Kindern.

00:10:15: Was ich aber sehr spannend finde, ist das, was du vorhin gesagt hast, das Connecte.

00:10:19: Ich konnte schon früh mit den Kindern connecten, jeglichen Alters ... Behinderung war nicht ein Thema, das mich abgeschreckt hatte.

00:10:29: Ich habe einfach den Menschen gesehen und ich mag mich erinnern an eines meiner ersten Begegnungen.

00:10:37: Erst in der Wassertherapie mit einem wirklich sehr schwer betroffenen Kind, der dann leider auch verstorben ist von der Mutter.

00:10:45: Es war vorsichtig mit Therapeutenwechsel.

00:10:48: Und dann bin ich dort angekommen.

00:10:50: Ich wurde eingeführt und es heisst, das ist meine neue Kollegin.

00:10:54: Die Haupttherapeutin geht auf die Ferien.

00:10:55: Und diese neue Kollegin wird das Kind übernehmen für zwei Mal, also übers Schauber.

00:11:02: Dann bin ich dort hineingekommen und dann war Elia mit mir.

00:11:04: Da konnte man einfach fahren.

00:11:06: Dann habe ich gesagt, oh mein Gott, hast du schöne Augen!

00:11:09: Das Kind von hier vorstrahlen und strampeln.

00:11:13: Dann hat die Mutter gelächelt und sagte, alles gut.

00:11:17: Nachher habe ich erfahren ... dass sie ab dann gewusst hat, die wird gut zu meinem Kind schauen.

00:11:25: Und ich hatte sehr schon gedacht, ich war jetzt unprofessionell und habe die Distanz nicht gewartet.

00:11:30: Ich hätte das nicht sagen dürfen.

00:11:32: Die damalige Chefin sagte nur gleichlich nicht, du hast genau das gemacht, was gut ist in diesem Moment.

00:11:41: Du warst echt und ehrlich.

00:11:44: Was für deine Mama fast am wichtigsten war ... Du hattest ich ein Kind gesehen?

00:11:50: Du hast vorgenommen, was für eine Schönheit das Kind hat.

00:11:52: Ja

00:11:53: und du hättest nicht nur gesehen, was das Kind alles nicht kann oder seine Einschränkungen

00:11:57: sind.

00:11:57: Genau, genau.

00:11:58: So im

00:11:58: Sinne von uuuh!

00:11:59: Schwerer Fall steht da vor mir, oder?

00:12:01: Also abgesehen davon ja es ist so, gell?

00:12:04: Ja ja, du hast schon gesagt, dass es stark beeinträchtigt

00:12:08: war als Kind.

00:12:10: Aber du hattetst nicht nur das gesehen sondern das ganze.

00:12:13: Und das hat für Beziehung offensichtlich in diesem Moment gerade irgendwie...

00:12:18: Und gleichzeitig, was ich jetzt gesagt habe, der schwere Fall ist auch... Was ich gelernt hatte mit Umgehen.

00:12:26: Die schweren Diagnosen, die schweren Verläufe, die Familien, die mich als Therapeutin begleiten.

00:12:35: Teilweise ein Leben lang von einem Kind.

00:12:37: Das sind unterschiedliche Jahre.

00:12:39: Dass sich diese Familien begleitet und dass sie sich entwickeln können.

00:12:45: ist einerseits etwas Wunderschönes, was ich extrem dankbar bin, dass ich das dürfen.

00:12:50: Dass ich einen Teil sein darf in ihrem Lebensweg und dann wieder verlassen.

00:12:55: Aber es sind auch ... Ganz ehrlich, es sind für mich Situationen, die ich an mich denke.

00:13:00: Puh!

00:13:02: Taf, weisst du?

00:13:03: Das ist schon belastend.

00:13:05: Was sind für dich die belastenden Sachen?

00:13:13: Es sind schon... Schicksalsschläge, weisst du?

00:13:17: Also so kalt bin ich jetzt nicht.

00:13:19: Ich tue das nicht ab und da bin ich auch ehrlich... ...ich weiss dass es ein Schicksal schlag ist für die Familie.

00:13:25: Ich weiss also dass viel mit sich bringt.

00:13:27: Ich bin nichtsdestotrotz immer sehr optimistisch um versuche das Beste aus der Situation zu machen und auch das Kind und die Familien zu begleiten.

00:13:38: aber wenn ich jetzt ganz sachlich darf sein ganz ehrlich belastet wird mich heute eher Arbeitsbedingungen, eine Tarifstruktur.

00:13:50: Der Stritt mit Kosten tragen ... Also eher durch ein Papierkrieg dann mit Kostenträgen.

00:13:57: Weil es ...

00:13:57: Das Krankenkassen nicht zahlen oder dass man immer darum

00:14:01: kämpfen muss.

00:14:01: Genau.

00:14:02: Oder neue Hilfsmittel beantragen, du sagst das.

00:14:06: dass der Punkt Zeit druckt, dass das so omnipräsent ist und dass manchmal die Menschlichkeit zu kurz kommt.

00:14:15: Weil ich einfach ... Heißt, es regt mich schon wieder auf, wie du siehst?

00:14:19: weil ich einfach nur eine beschränkte Anzahl Minuten pro Patient zu tun habe.

00:14:25: Aber es ist ja nicht nur ein Kind, sondern auch eine Patientin.

00:14:28: Ich habe eine Mami, einen Papi und Geschwisterte und Lehrpersonen.

00:14:31: Und dann habe ich noch den Kinderarzt und Ergol und Logo und die Heilbedergoge.

00:14:36: Verstehst du was ich meine?

00:14:37: Es geht

00:14:38: ... Ja absolut!

00:14:39: Es gibt Zwiebeln, die immer mehr Schichten haben.

00:14:42: Da kommen

00:14:44: so die Sachen.

00:14:45: Ja, Sie können sie mit der Physiotherapeutin anschauen.

00:14:47: Du kannst nur diese Sachen anbrechnen, wo du wirklich real mit den Patienten

00:14:52: zu einem

00:14:54: bist und alles andere.

00:14:56: Ist einfach deine Arbeitszeit unentgeltlich vom System nicht deckt oder?

00:15:05: Auch wenn es sinnvoll wäre, dass du vielleicht mit einer leeren Person anrufen würdest.

00:15:10: Dann müsste die Lehrperson ja quasi in die Stunde kommen.

00:15:14: Ja, also man muss es dann halt organisieren.

00:15:17: Aber das Organisieren ist schon ein Thema.

00:15:19: Also ich bin froh... Ich bin so etwas verdankbar, dass wir eine Disposition haben, welche Termine von Einbarten und Therapiewechsel absagen.

00:15:29: Weiss der Geier, dass das administrativ ist?

00:15:33: Weil du im Spital schaffst, gell?

00:15:35: Sonst wärst du auch nicht so.

00:15:36: Ich habe ja die erste vier Abendsjahr ... Ich habe in einer Praxis mit Erwachsenen gearbeitet.

00:15:42: Teilt sie, teilt sie mit den Kindern mit Erwachsene und dort habe ich behandelt.

00:15:46: Ich habe das Telefon verdient, ich hatte Terminen abgemacht.

00:15:51: Ich musste sogar Wäsche wäschen, also die Behandlinge legen ... Ja natürlich!

00:15:56: Und alles

00:15:57: genau diese Tücher machen.

00:15:58: Also ich habe keine Ahnung wie ich das gemacht habe.

00:16:00: Doch ich weiss schon wie.

00:16:01: Ich hab es in der Pause gemacht.

00:16:04: Das ist das, was ich bis heute anstrengend finde.

00:16:08: Das ist es, was mich am Ende des Tages aufregt und mich ärgert.

00:16:15: Sorry for my friends für den Scheissdreck.

00:16:17: Weil ich viel lieber meine Kompetenzen und Fähigkeiten an Menschen möchte ausleben.

00:16:25: und nicht noch in meinen Pausen ein Bericht schreiben, ein Telefon machen, die Lehrperson erreichen oder der Orthopädiste erreichen.

00:16:35: Ich kann es ja auch nie abbrechen, das kommt dazu, dass ich irgendwo Zeit bin...

00:16:40: Aber Karin, es ist doch nicht so viel!

00:16:42: Nein, eben genau.

00:16:47: Also ich glaube, das sind wir uns einig.

00:16:52: Und ich finde, für mich sind es auch häufig die Arbeitsbedingungen und Trommel-Bedingungen.

00:16:56: Die habe ich bei Lasten gefunden.

00:16:59: Ich hatte sie in der Klinik geschaffen.

00:17:03: Es hat einfach abläuft.

00:17:04: Weisst du was du irgendwie gefunden hast?

00:17:05: Du hattest schon einen gewissen Tag in den Wochenende dazu gehört, morgen eine Anbegrunde zu machen.

00:17:13: Aber dass diese Anbegrund ja eigentlich auch schon um halb bis sechs Uhr war ... Nach der Nacht mussten die Züge erfassen.

00:17:19: Und dann war es eigentlich sechsein, also nur schon das.

00:17:21: In den Rapporten morgens war er auch schon um achtig gewesen.

00:17:25: Nur schon das gibt ja eigentlich mehr Arbeitszeit.

00:17:26: Zum Mittagessen konntest du nur drei Viertel Stunden haben, wenn überhaupt oder noch weniger weil dann ist er noch Patienten-Essen gewesen.

00:17:33: Also einfach so Sachen.

00:17:34: Weisst du was ich sagen muss?

00:17:35: In der Gesundheitsprüf hast du nicht einmal irgendwie geregelte Pausen, wo jeder Handwerker seinen Hammer alleine und um neun zu neune

00:17:46: Pause macht!

00:17:47: Ich finde es gut, weil das

00:17:50: ist wichtig

00:17:51: für die Selbstfürsorge.

00:17:54: Zum Können in diesem Job bestand man auch.

00:17:58: Es ist ja fordernd und ausserfordernend.

00:18:01: Dann braucht's auch angemessene Rahmenbedingungen.

00:18:05: Spitalklinik ... Da kann man von einem sämtlichen Personal, der dort schafft, von Reinigung bis ... bis zu der Ärztepflege und so weiter.

00:18:18: Das sind überall schwierige Rahmenbedingungen, also viel Papierkramen, die du gesagt hast, wo teilweise noch abgerechnet werden kann, aber auch häufig nicht voll oder gar nicht.

00:18:30: Pausenzeiten

00:18:31: usw.,

00:18:31: die nicht eingehalten werden können.

00:18:36: Ja das finde ich sehr schwierig.

00:18:39: Das was du sagen kannst, wir haben ja irgendwo noch... Nein, wir haben nichts mit Menschen zu tun.

00:18:44: Das sind keine Maschinen.

00:18:45: Es ist nicht der Hammer, den man auf die Zeit legen kann.

00:18:49: Aber dann müssen wir auch menschliche Bedingungen haben.

00:18:53: Damit wir diesen Job, den wir mit Menschen haben, das wir gerne machen wollen, unter guten Bedingung ausführen können.

00:19:02: Ein Beispiel auf der NEO ist mal ein Mami.

00:19:05: Am Tag, oder wenige Stunden vorhin, hat sie geboren und dann ist ihr Kreislauf verreist, weisst du?

00:19:12: Also wird auf der Station angelüttet, holt die bitte ab.

00:19:15: Aber auf der Station sind sie gerade in einer Geburt.

00:19:18: Oder weisst Du, dass es auch knappe Messen gibt, können die E-Rechts von der NIO diese Mama aufbringen?

00:19:24: Dann ist aber gerade ein Geburt am Laufen, dann sind die von der Frauenklinik wie auch die von den NEO gerade unterbesetzt.

00:19:32: Dann habe ich gesagt, hey easy!

00:19:33: Ich nehme die Mama mit auf.

00:19:35: Gehört mich nicht zu meinen Aufgaben.

00:19:38: Es ist auch Zeit, wenn ich nicht abbrechen kann, aber es ist menschlich, dass wir ja füreinander schauen und füreinanders hier sein.

00:19:44: Das ist etwas, das ich immer wieder so ... Weisst du vielleicht auch hadere?

00:19:51: Was ich merke, das braucht jetzt Zeit.

00:19:54: Am Ende des Tages geht man vielleicht nach.

00:19:57: oder habe ich das gut formuliert?

00:19:59: Oder hätte ich das nicht sollen

00:20:02: machen können.

00:20:03: Es geht dir Zeit verloren, du kommst zur Wertschätzung über von dieser Person aber vom System kriegst du keine Wertschättung, wirst sogar je nachdem noch tateln weil du deine sonstigen Aufgaben und Tätigkeiten nicht so erfüllst.

00:20:18: Was du vorgesprochen hast ist auch der generelle ... Personalmangel im Gesundheitswesen.

00:20:23: Also die Leute werden einfach das Knappbemessen angestellt und wenn irgendwo jemand ausfällt, und das passiert ja dann häufig eben weil einfach verschleißmäßig mit uns Menschen im Gesundheits- wesen umgegangen wird, dann wird es amigst noch enger für die anderen.

00:20:42: Ist ein riesengroßes Thema.

00:20:44: Ich muss auch sagen, es ist nicht strukturell, dass es immer unterbesetzt ist.

00:20:48: Das möchte ich noch sagen.

00:20:50: Es ist nicht immer so, dass das Mami auf der Nähe zusammengekackt hat wie immer.

00:20:55: Aber wenn es dann mal passiert ... Ich glaube bei dir auch im Alltag.

00:20:59: Wir haben alle irgendwo einen Moment, in dem wir mehr Zeit brauchen, weil etwas unverheersehbares passiert ist.

00:21:07: und wenn du mit Menschen schaffst, kann das schneller passieren als du denkst?

00:21:12: Und dann musst du aufreagieren.

00:21:16: Was ich noch sagen will, was mich im Job am Ex-Belast von der Arbeitsbedingung abgesehen hat... Jetzt wirklich so rein in die Arbeit mit den Klientinnen und Klienten ist das.

00:21:30: Was es schwierig zu finden ist, wenn diese Therapie anliegen, wie nicht realistisch sie sind?

00:21:39: wenn die Klientinnen sehr passiv sind, wenn so keine Eigenverantwortung ist.

00:21:45: Ein Klar braucht es manchmal auch oder?

00:21:50: Aber wenn es nur ein Außenlager ist aber kein Therapiemotivation ist, keine Veränderungsmotivation, wo ich merke, da kann ich dann aber nichts machen.

00:22:02: Es braucht natürlich mit Arbeit und das finde ich dann wie ... Und es ist auch okay.

00:22:09: Das sind ja Sachen, die man in der Therapie anspricht.

00:22:13: Da muss ich dann auch konfrontieren.

00:22:15: Ich finde das eine Ausforderung, die ich habe.

00:22:18: oder dass ich hier in die empathische Konfrontation gehe.

00:22:22: Dass wir jetzt vielleicht so und zu viel sitzigen, dass sich merken, dass da gewisse Sachen eingeschleifen haben und dass wir nicht weiterkommen.

00:22:33: Was sind denn Gründe dafür?

00:22:35: Wie ich gesagt habe, was meine Emotionen sind.

00:22:37: Ich glaube es gibt immer für alles Gründe.

00:22:39: Aber dann müssen wir eben die ergründen.

00:22:41: Warum ist vielleicht jemand passiv und warum geht's nicht weiter.

00:22:47: Es sind einfach manchmal herausfordernde Situationen... finde ich, die hier aufkommen können.

00:22:53: Es gibt Menschen, bei denen spüre ich auch was Therapeuten.

00:22:57: So wie der Druck.

00:22:58: Die nehmen so viel Raum ein und muss dann selber schauen, dass ich nicht das Gefühl habe, ich muss es für diese machen.

00:23:06: Weisst du, wie ich meine?

00:23:07: Ich bin völlig bedehrt.

00:23:08: bei mir ploppen ganz viele Patienten

00:23:11: auf.

00:23:11: Schüss mal raus!

00:23:12: Was sind für dich Herausforderungen?

00:23:15: Ich find sehr herausfordernd wenn... Anforderungen an mich gestellt werden, die ich keine Chance habe zu erfüllen.

00:23:24: Ich kann nicht heilen und nicht zaubern ... Ich kann keine Übungen für diese Kinder machen.

00:23:30: Ich habe auch nicht eine Ziege übernehmen für die Eltern.

00:23:34: Was ich habe ist

00:23:35: ...

00:23:37: Merkst du, Präterapäute formulieren

00:23:41: ich positiv?

00:23:42: Ja, aber das ist ja dann auch das!

00:23:43: Genau das musst du sagen was du kannst und was du abbieten kannst.

00:23:47: Ja, ich bin auch kein Heilerin Handaufläckerin, Hellseherin.

00:23:50: Nein!

00:23:52: Manchmal wünsche ich mir, dass ich in meine Glaskugel schauen könnte.

00:23:55: Ich wünschte es mir so sehr bei gewissen Momenten.

00:23:59: Weil's einfach so unaushaltbar ist und es so schwer ist...

00:24:04: Ja weil manchmal schon so viel Leid oben ist.

00:24:07: Dass

00:24:07: ich mir wünschti zum Sagen, das wäre jetzt oder so ... Ich wünschte, ich könnte es.

00:24:15: Ich finde es schwer, wenn ich Rollen übernehmen muss, die gar nicht zu meiner Kompetenz gehören.

00:24:22: Das finde ich sehr schwierig.

00:24:24: Ich nehme jetzt neu mit dem Ausdruck empathische Konfrontation.

00:24:29: I like

00:24:30: that!

00:24:31: Die ganz wichtige Kompetence, die ich als Therapeut immer wieder muss haben ... Nicht darauf hinweisen, was auch der Anteil des Patienten könnte sein.

00:24:42: Dann limitiere ich noch den Veränderungsspielraum.

00:24:44: oder wenn es nur immer die anderen sind.

00:24:46: Wir können nicht darüber reden, was die anderen alles schlecht und schlimm machen.

00:24:49: Und natürlich gibt es Menschen, die sich nicht korrekt verhalten.

00:24:52: Aber sie sind ja nicht in diesem Raum.

00:24:53: Und wir können nur das anschauen, wo diese Person, die hier bei mir sitzt, auch kann machen.

00:24:59: Das ist wirklich etwas... Was nicht einfach ist, ich bin ja die Physiotherapeutin.

00:25:05: Ich bin für die Physis hier, für den Körper und ... Trotzdem gibt es einen Moment, in dem ich sagen muss, was eigentlich das Thema ist.

00:25:13: Weil ich denke nicht, dass es der Kneu-Schmerz ist oder dass das Kind nicht auf eine Beine kommt, sage ich jetzt einfach mal so salopp, sondern es ist doch etwas anderes.

00:25:23: Was ist der Elefant im Raum?

00:25:27: Oder was ist die Angst, warum jetzt etwas ... nicht solle abklärt werden.

00:25:32: Was ist dahinter?

00:25:36: Bei der Folgtiagnose habe ich bisher dafür, dass man gewisse Sachen erklärt, weil es auch für die Kosten wichtig ist, um diese Familien dann auch in die entsprechende Hilfe zu kommen und eben auch finanziell zu unterstützen.

00:25:50: Die übernehmen diese Kosten.

00:25:51: Und hier finde ich es schon noch wichtig, diese Gespräche mehrheitlich mit den Eltern.

00:26:00: Weil am Ende ist es eine Angst.

00:26:02: Dann ist es ausgesprochen, dann haben wir schwarz auf Weiß.

00:26:04: Unser Kind hat zum Beispiel eine Behinderung und so ein Kind wird nie laufen können, was auch immer.

00:26:10: Sind Ängste von den Ausgesprochen werden?

00:26:13: Wenn sie ausgesprungen sind, dann sind sie in der Realität.

00:26:17: Klar, ich bin in Afrika gesagt nur die Kinder auf Physio.

00:26:21: Ich bin aber auch diejenige, die das Krankheitsbild kennt und weiss, was es für einen Weg kann.

00:26:28: Aber es muss nicht immer das Schlimmste sein.

00:26:32: Du hast hier schon einen Beruf, wo du auch psychologisch oder familientherapeutisch schlagst?

00:26:41: Es ist ja nicht so, dass alle ... Älteren wollen Schwierige Diagnosen von ihren Kindern bekommen, damit sie die Möglichkeit haben, psychotherapeutische und familientherapeutischen Unterstützung

00:26:53: zu bekommen.

00:26:54: Für

00:26:54: diese ist es extrem wichtig, dass du nicht nur die physischen Themen abholst, sondern auch diesen Raum für die Ängste oder Gedanken, die mit den Diagnosenen aufkommen.

00:27:09: Das ist ... etwas an meinem Beruf, das ich auch wahnsinnig gerne habe und nicht herausfordernd finde.

00:27:15: Das weiss

00:27:15: ich!

00:27:17: Das weisse ich, dass du das eben voll mitdreifst, emotional, empathisch da bist?

00:27:24: Also ich finde es ausschwerig, muss ich auch sagen.

00:27:26: Es ist jetzt so, was ich find easy-peasy lebensgewieses... Aber

00:27:29: es sind nicht die schwierigsten Sachen letztlich ja dann auch die, wo uns doch dann auch irgendwie ... fallen und uns besonders erfüllen, wenn wir gerade die Leute haben können in ihren schwierigen Situationen abholen.

00:27:43: Also für mich ist es so.

00:27:44: Ich

00:27:45: bin mir

00:27:46: auch.

00:27:46: Wenn ich eine Verbindung habe oder das Vertrauen habe von einem Menschen oder weisst du auch solche Sachen wie typische Sätze?

00:27:53: Das habe ich noch nie irgendjemandem erzählt.

00:27:55: Du weißt ja,

00:27:55: da sitzt

00:27:56: eine sixty-fünfjährige Frau vor

00:27:58: mir.

00:27:59: Dann komme ich gleich die ganze Haut über.

00:28:02: Dankbar, das bedeutet mir so

00:28:04: viel.

00:28:04: Ich

00:28:07: finde es so schön dass sie das jetzt teilen können weil offensichtlich ist für sie so schwer und wenn ich auch nur ein bisschen etwas davon kann quasi in meinem Job tragen oder zur Veränderung oder zu einer Entlastung beitragen dann ist genau das warum ich es gewählt habe

00:28:25: diesen Beruf

00:28:27: also das finde Ja, ich

00:28:30: krieg ab Mittwoch noch heute, weil ich gedacht habe, was du redest.

00:28:34: Und das sind dann auch nicht die Sachen belastet mich denn auch nicht?

00:28:37: Weisst du es ist nicht... Also ich meine, ich habe eine schlimmste Geschichte

00:28:41: gehört von Missbrauch

00:28:44: und Gewalt

00:28:45: usw.,

00:28:46: aber es ist einfach, dass ich den Raum bieten kann, dass jemand das darf sagen ohne Angst vor Wertung haben.

00:28:58: Und dadurch, dass man das Leid irgendwie integrieren könnte und mit diesem arbeiten.

00:29:04: Das ist es!

00:29:06: Ich war ja vor ein paar Wochen an einem Symposium gewesen – Think Families.

00:29:13: Ein Familiensystem zu stärken in dem wir Kinder- und Jugendlichen begleiten.

00:29:20: und zum therapeutischen Setting.

00:29:21: Dort war unter anderem auch ein Referat.

00:29:25: die zwei ehemalige Kinderfysiopatientinnen kamen und erzählten, wie das war.

00:29:31: Die Transition von Kinderfüßchen zu erwachsenen Physio, vom Kinderarzt zum Erwachsenen, also zum Hausarzt dann.

00:29:41: Ich stellte ihnen zwei Fragen, als ob sie wählen könnten.

00:29:45: Wann würde ihr lieber in den Physio gehen?

00:29:47: Und diese beiden haben wirklich aus der Kanone geschossen und gesagt, dass wir bei der Kinderphysio bleiben

00:29:52: würden.

00:29:53: Ich habe ja auch gerne her, wenn ich verspannter nachher noch mehrmals zusammen unterwegs bin.

00:29:57: Wir

00:29:57: sind nicht nur Massör!

00:29:59: Nein!

00:30:01: Es ist das was Sie

00:30:02: erzählt haben... Aber ich weiss dass du so gespürige Hände hast.

00:30:06: Das

00:30:06: stimmt.

00:30:07: Eigerungsweise zu einer Kinderphysiologie und das ist auch das was mich hier so... Freut an meiner Arbeit.

00:30:13: Ich seh mich ja als Handwägerin, ich fühle sehr viel mit meinen Fingern.

00:30:18: Ich sage immer, ich kann auch genannte Finger, obwohl sie früher geheim sind.

00:30:21: Aber ich hasse ihn!

00:30:23: Und ich habe Bilder im Kopf, wenn ich mit meinen Händen schauen kann...

00:30:27: Du hast einen grossen Hormonkulus?

00:30:30: Ich

00:30:30: hab reisenfinger.

00:30:31: Das

00:30:31: Hirnareal, wo du fantastisch mit den Fingeren rausreist.

00:30:36: Genau, das ist gigantisch und das ist etwas, was ich ... Bei den Kinderphysios war eine Qualität, die bei einem Anfliegszeichen einen wachsenden oder normalen Physio ist.

00:30:47: Wir können so viele kleine Halswirbelsäure von Säuglingen erspüren.

00:30:52: Oder der Darm eines Säugs oder den Füßchen des Säuges oder eine Autonomiefasen von zweieinhalbjährigen können wir managen.

00:31:04: Oder wir können Teenagers begeistern.

00:31:07: Ja, aber das ist jeder, der sich dem Beruf gefühlt und auch spürt, dass es kann.

00:31:12: Ich meine, irgendjemand muss ja die einfachen Beiber noch zum Schluss behandeln und andere Sachen sind komplexer.

00:31:19: Und ich gebe schon, dass du mit deinen kleinen Patienten oder auch bist ein Teenager wie menschlich ... etwas anders oder mehr mitdreifst, als wenn ein Erwachsener ganz eigenverantwortlich zu ihrer Therapie kommt.

00:31:34: Das

00:31:34: ist so!

00:31:35: Also da ist es ganz klar, hier hat sie Übungen und wenn sie das machen wird es besser, wenn nicht, wird es schwierig.

00:31:43: Klar, warum es das vielleicht nicht umsetzt.

00:31:45: Das könnte man auch ergründen werden wie der Mindshop.

00:31:49: Warum schafft die Person vielleicht nicht?

00:31:52: Wo liegt sie in der Motivation?

00:31:54: Aber letztlich ist es ja die Verantwortung dieser erwachsenen Personen.

00:31:59: Das ist eine Herausforderung bei den Kindern.

00:32:00: Und das ist die Spezialisierung der Kinder- und Physiöse, weil es einfach eine andere Arbeit ist.

00:32:05: Wir haben nicht nur den Patienten hier, sondern wir hatten auch noch ältere respektive Bezugspersonen.

00:32:10: Ich habe es vorhin schon aufgezählt.

00:32:12: Wir hatten ein sehr grosses interdisziplinärer Team.

00:32:15: Das kommt noch dazu.

00:32:17: Das ist Handweg, das ist Lernen.

00:32:19: Das sind hunderte Tausende von entsprechenden Kindern in den Finger gehabt zu haben.

00:32:26: Das ist einfach so!

00:32:27: Da kommst du nicht darum herum.

00:32:29: Karin, gibt es nicht manchmal auch Sachen, die dich wirklich ärgeren?

00:32:33: Die dich auch nervt am

00:32:35: Job?!

00:32:40: Also ich finde es schwierig, wenn ich in eine Rolle drängt, die ich

00:32:43: gar nicht

00:32:44: treibte... Ich sage jetzt mal zwischen ein paar Krisengeräten, die durchaus auch passieren können.

00:32:53: Das ärgert mich, weil es einfach Zeit und Raum braucht und ich möchte das eigentlich für das Kind.

00:32:58: Wegen dem können sie ja zu mir brauchen und jetzt nicht noch entscheiden wer hat was richtig... Also das ärgerte mich sehr.

00:33:05: Wenn die Eltern bei dir kiffeln?

00:33:06: Wenn die

00:33:07: Ältere anführen, irgendwie sich gegen

00:33:09: diese Form machen.

00:33:12: Das finde

00:33:12: ich sehr schwierig.

00:33:15: Bei allem Verständnis, weiss ich.

00:33:18: Ich probiere es ja dann auch und weiß jetzt muss ich den ausheben und durchschneunen von weiter gehts.

00:33:25: So das war's bei mir und du Eliane?

00:33:28: Mich ärgert vor allem Aussagen – und die kommen gar nicht unbedingt von Patienten sondern sonst von Leuten!

00:33:36: Kannst du mir nicht schnell noch ein paar Tipps geben?

00:33:38: Also das Schnell.

00:33:40: Oder dass auch irgendwie angeschrieben werden, manchmal per E-Mail oder auf Social Media.

00:33:45: Aber wenn man auch per E mail in der Praxis ... Bevor wir uns gesehen haben, ist es schon um Rat gefragt.

00:33:53: Wo noch gar kein Therapieauftrag besteht und noch gar keine Zusage besteht, dass sich Leute übernehmen.

00:33:58: Einfach noch so schnell rasch ein paar Tips.

00:34:01: Wenn ich dann denke... Ich verstehe es ja.

00:34:05: Und ich finde sie auch gut, wenn man um Rat fragt und für das bin ich auch da.

00:34:09: Aber es ist ein Job!

00:34:11: Weisst du?

00:34:11: Es ist mein Job.

00:34:13: Und noch schnell rasch irgendwie in der Familien-Situation bewerten oder in den Eltern raschen zu sagen, was sie mit ihrem Kind machen sollen.

00:34:21: Weisst Du

00:34:22: denn eigentlich so ... ist euch bewusst, dass ich diese E-Mails in meiner Freizeit schreibe.

00:34:28: Und dass ich

00:34:29: auch vier Kinder habe, die

00:34:32: nach meinem Praxisalltag auf mich warten bzw.

00:34:36: mein Alltag warten auf mich und dass ich nicht zwischen meinen Kindern sitzen möchte und am Abendessen oder nachts, wenn Kinder noch zu Hause möchten oder sie ins Bett bringen, noch Fragen beantworten möchte.

00:34:49: Das finde ich manchmal schwierig.

00:34:52: Kennst du das?

00:34:53: Oh ja, passiert mir auch.

00:34:55: Vielleicht empfinde ich das auch zu fest aber ich denke manchmal so Ja eben ein Typ kostet ja nichts und ist meine Arbeit dann irgendwie nicht wert.

00:35:03: also Ich mache mir im Fall Gedanken Es ist nicht so dass sich einfach der Arsch kann zwei drei Tipps rauszuhauen was dann auch noch funktioniert.

00:35:16: Das ist schon gedankliche Arbeit Und wie du vorgesagt hast jahrelange Erfahrung, die dahinter steckt.

00:35:27: Wenn ich eine Empfehlung abgeben

00:35:30: will.

00:35:31: Und die anderen Fragen, ob sie auch umsetzen?

00:35:34: Ja!

00:35:35: Genau, nein.

00:35:36: Mir ist es wichtig ... Es braucht einen professionellen Rahmen, weil ich nicht ein Freundin bin, in dem du mal geschwindest und fragst.

00:35:44: Ich bin immer noch eine Fachperson.

00:35:47: Es braucht irgendwo den Rahmen.

00:35:48: Und da bin ich Hilfe in diesem Rahmen von Herzen gerne.

00:35:51: Aber das ist die Unterschiede zwischen Job- und Privat.

00:35:58: Das ist ja nicht immer so einfach, gell?

00:36:00: Ja!

00:36:02: Für psychologien, wie schaffst du das so?

00:36:05: Job und Privat zu trennen, wenn du jetzt das gerade so vorher angesprochen hast.

00:36:09: Ich meine aber du hast Familie, du hast eine Praxis.

00:36:13: Ja... Also gell, da gibt es zwei Ebenen.

00:36:17: ich sage mal inhaltlich trennen und praktisch pragmatisch im Alltag trennen Und ... Das Inhaltliche Trennen weisst du wenn ich jetzt schwere Geschichten gehöre?

00:36:29: Das gelingt mir eigentlich relativ gut, finde ich.

00:36:34: dass ist etwas, was ich auch zu meinen Fähigkeiten oder zu den Kompetenzen gehörend finde, die ich immer mehr entwickelt habe.

00:36:44: Dass sich differenzierte Sachen betrachten kann und dass wenn ich schlimme Geschichten höre, dass ich da nicht mit leide, aber emotional mit schwinge.

00:36:55: Das ist für mich ein grosser Unterschied.

00:36:58: Mir geht es nicht schlecht wegen der Geschichte, wo ich gehöre.

00:37:02: Aber ich kann mich empfinden!

00:37:06: Solange ich das die Balance für mich merke, kann ich auch wieder abschalten und bin in meinem Leben.

00:37:11: Und dann hangiert es mich nicht.

00:37:14: Ich muss eher aufpassen, dass mein Fach wissen und darum wissen, was Verhalten bei Menschen ist.

00:37:24: anrichten, dass ich mir daraus nicht zu hohe Ansprüche mache oder dass ich dort nicht unverzählig mit mir selber umgegangen.

00:37:33: Was ich von mir selbst erwarten, gegenüber meinen Kindern ist auch sehr hoch.

00:37:38: Ich bin auch die, die sich gerne selber kritisiert und dabei muss ich mich dann auch ertappen und sagen hey und jetzt ja auch nicht so streng mit mir selbst sein.

00:37:49: Weil ich halt wie ein Weiß Was man in der menschlichen Psyche alles bewirken kann, das finde ich manchmal schon eine unserer Vorderungen.

00:37:57: Und dann gibt es in diesem Sinn einfach wirklich ein alltagspraktisches Trennen, den ich vorhin schon angesprochen habe.

00:38:05: und da ich selbstständig

00:38:07: bin

00:38:08: ist der Vorteil, dass ich meinen Rahmen selber setzen kann aber ich muss ihn natürlich auch selber einhalten.

00:38:14: Da gehört es halt für mich auch dazu.

00:38:16: Ich habe die Arbeitstage gewählt, wo ich merke, dass sie

00:38:20: für mich

00:38:21: gut in den Schulalltag mit der Kind passen.

00:38:24: Z.B.

00:38:25: habe ich vor einem Jahr meinen Arbeitstag von Mantig auf eine Zeistung gewechselt, weil ich gemerkt hatte, am Ende staut sich alles an und alles muss dann noch so erledigt und organisiert werden für die Schulwoche der Kinder.

00:38:41: sollte ich mit Fingerschnipsen nach der Präsentie in der Praxis.

00:38:45: Das arbeite ich einfach nicht und da ist die Zistik für mich entspannter, dass ich nicht am Ende sondern am Zistig arbeite.

00:38:51: Es sind Sachen, die ich auf mich schaue und auch mit E-Mails beantworte, die nicht immer in allen Situationen zurückschreiben müssen.

00:39:02: Da muss man sich selber einen guten Rahmen setzen und Zipfenster einplanen, den man auch atmet.

00:39:08: Sonst bin ich auch ein schlechtes Vorbild, wenn ich zwischen den Kindern das mache.

00:39:14: Das ist so ... Es ist wie im Home-Office, wo ich immer sagen kann, es sei fluch und zäge.

00:39:18: Wenn man einerseits gleichzeitig noch E-Mails beantworten möchte.

00:39:24: Aber man muss immer schauen, dass es sich nicht überall innen frisst.

00:39:30: wenn man zu Hause die ganze Zeit noch die Aufgaben präsent hat, die Administrationssachen?

00:39:36: Darum probiere ich das möglichst von der Praxis aus.

00:39:41: Ich sehe diese Transition bei mir sehr als angenehm.

00:39:46: Dass ich nicht an diesem Ort arbeite, wo ich wohne und umgekehrt, dass ich wirklich eine Distanz arbeiten kann.

00:39:54: Und dann fahre ich auch zu.

00:39:56: Dort habe ich einen Moment zum Abschalten.

00:39:59: Also ich muss ja eh mal aus dem Spital stressen, damit ich mich zurückerreiche.

00:40:06: Das ist schonmal eine körperliche Aktivierung!

00:40:08: Das kann man gut

00:40:09: abschütteln.

00:40:11: Ja

00:40:12: genau, das ist sicher etwas im Fall, was ich sehe.

00:40:15: Das sind sehr gute Taktiken und ich habe schon auch Sachen, die ich darüber rede... Dann ist es aber auch gut, weisst du.

00:40:28: Es riecht mich nicht ab.

00:40:30: Was mich sehr traurig machte, war natürlich, wenn ein Patient von mir verstirbt.

00:40:35: Dann bin ich auch in der Ruhr.

00:40:37: Es ist dann aber nicht so, dass ich tagelang mich das belastet oder sich gewisse Sorgen habe mit meinen Kindern ... Ich denke, dann darfst du den Job nicht machen.

00:40:52: Nein!

00:40:53: Aber ich kenne das

00:40:55: gut, gell?

00:40:57: Ich schwinge ja auch mit

00:40:58: und

00:41:00: wenn du schwingungsfähig bist ... Also als Psychotherapeutin bin ich hier auch Vorbild.

00:41:10: wenn ich betroffen reagiere, ist das nicht schlimm.

00:41:13: Mir kommt manchmal sogar ein Augewasser.

00:41:16: Aber es ist nicht, dass sich hier irgendwie loshühlen und völlig verzweifeln.

00:41:23: Sondern ... Wenn etwas traurig ist oder etwas wirklich schwer ist oder Leute sagen, das tut mir so leid!

00:41:32: Da schudert es mich auch gerade.

00:41:35: Dann bin ich ihnen eben auch gerade Spiegel dafür hier mit ihnen zu schwingen und ihnen zu zeigen, dass die Emotionen erlebbar sind und verarbeitbar sind.

00:41:46: Und darum belastet mich auch nicht, weil ich dann konstruktive Umgang damit finde.

00:41:52: Weil das einfach nur authentisch ist und für es authentisch sein kann.

00:41:56: Das ist nie falsch!

00:41:58: Sehr schön gesagt genau.

00:42:00: Ich muss sagen, meine Kinder haben sehr viele, die ich lachen.

00:42:04: Wir singen oder rutschen.

00:42:09: dass das Lustvolle, das Genussvolle.

00:42:11: Es ist mir auch schon passiert, dass ich wie ein Käfer auf dem Rücken gelegen bin und alle vier in die Luft aufgestreckt haben.

00:42:21: Und dieses Kind hat sich geringelt von Lachen.

00:42:25: Das sind auch mal bänden, die ich übrigens verzehn.

00:42:30: Heute musste ich so fest lachen.

00:42:32: Auch meine Kinder fragen mich an mich schon.

00:42:34: Was hast du heute Lustiges erlebt?

00:42:36: Ich sagte, heute war es nicht lustig.

00:42:38: Aber heute ist das komisch gesehen oder ... Heute habe ich über das gestaunt.

00:42:42: und weisst du noch schnell, was auch so eine Freude an meinem Beruf ist?

00:42:47: Ich platze mich mit vor Stolz und freute, wenn etwas geht.

00:42:51: Das muss ich auch noch sagen.

00:42:53: Wie schön!

00:42:54: Wie schön es ist ja.

00:42:56: Viele Leute haben sich verlernt zu freuen oder man darf sich in unserer Gesellschaft wenig freuen.

00:43:04: Wahnsinn,

00:43:05: gell?!

00:43:06: Ja, also einfach auch so das Vorbild.

00:43:09: So viele werden ja mit den Glaubenssätzen gross, dass das wehamig gar nicht gefeiert wird wenn etwas Lässiges passiert sondern es ist wie so.

00:43:17: Ah!

00:43:17: Etwas hat geklappt.

00:43:18: gute Leistung ja wohl schön hacken dahinter wieso selbstverständlich und dass man auch wirklich lernt sich zu freuen finde ich auch etwas mega wichtiges.

00:43:26: und schön dass du das mit deinen Therapiechen kannst machen.

00:43:31: Ja, aber es gibt noch solche klassischen Fragen.

00:43:35: Weisst du so?

00:43:35: Analysierst du mich jetzt?

00:43:39: Meine Psyche und den Gang... Und das muss ich im Fall sagen!

00:43:43: Es tut mir leid, vor allem weil sie Angst haben von mir.

00:43:45: Hey ja, ich analysiere dich.

00:43:47: Nein!

00:43:48: Aber es ist nicht... Es ist nicht irgendwie... Also erstens wollte ich nichts Böses.

00:43:55: Also ich bin ja immer eigentlich nur darauf aus irgendwie zu helfen und es ist halt schon ein gewisser Ort zu denken.

00:44:03: Ja, das ist so.

00:44:04: Also Hellsee kann ich nicht!

00:44:06: Aber es ist eine Denkschulung, die ich... ... die ich in meinem Studium und der Therapie ausgebildet habe.

00:44:14: Und dann grundsätzlich auch schon, wie ich gesagt habe mit meiner Jugend und ihr halt einfach immer oder seit meiner Kindheit, dass sie den Willen wollen zu verstehen und zu verstehen warum und woher kommt das?

00:44:24: Also ich mag mich erinnern, dass ich als Kind ja immer so ein bisschen als Frage rausgestochen bin, weil ich einfach immer alles haben

00:44:31: wollte

00:44:35: wissen!

00:44:35: Das ist halt meine

00:44:36: Art.

00:44:36: Ja.

00:44:36: Und

00:44:37: eben also automatisch Ich sehe einfach zusammenhängen.

00:44:41: Und wenn man mir Sachen erzählt, da gibt es bei mir ein Spinnennetz, das sich schließt und wo ich Lämpchen aufleuchtet ... Aber also ich will ja nichts Böses mit ihm!

00:44:54: Ich kann ja auch nichts Böses mit ihm machen.

00:44:56: aber ich sehe einfach Zusammenhängen!

00:44:58: Und

00:45:00: deswegen würde ich das wohl machen, aber ich glaube das ist bei dir ja auch so!

00:45:05: Ich

00:45:06: bin schuldig!

00:45:07: Absolut!

00:45:08: Ich gebe das auch zu.

00:45:09: Das habe ich nie anders gesagt, ich liebe Ganganalysen.

00:45:14: Ich liebe Menschenbeobachter und ich bin sehr neugierig in Beobachterin.

00:45:20: Und wie du gesagt hast, es hat

00:45:22: null

00:45:22: Böswilde dahinter, sondern schlechte Neugier, die ich gerne befriedigen möchte.

00:45:27: So ist das!

00:45:29: Und ich finde es extrem spannend am Habe im Sommer durchzulaufen weil ich dann einfach mehr von den Beinen sehe... Und dann habe ich

00:45:38: eine kurze Hose.

00:45:39: Richtig, oder Röckli und hoche Schuhe.

00:45:42: Sehr interessant!

00:45:44: Was passiert mit dem Kursgelenk?

00:45:45: Und was ist das Knühen?

00:45:47: Liebe Maite legt doch keine hochen Schuhen an.

00:45:50: Das sind die zehn Sekunden Analyse für mich.

00:45:55: Ja, ich mache das.

00:45:56: Ich erkenne sehr viele Menschen am Gang schon von weitem... Das kann

00:46:08: ich aber im Vollau.

00:46:10: Ich habe natürlich nicht die Interpretationen, Ja, die Wahrnehmung.

00:46:17: Ich glaube, da sind wir uns wahrscheinlich... ...konsensig.

00:46:20: Wir haben beide einfach eine sensitive Wahrnehnung,...

00:46:23: Sehr!

00:46:24: ...die sehr breit ist.

00:46:25: und ja, man kann nicht abstellen.

00:46:28: Nein, wir machen es auch nicht.

00:46:30: Das ist unsere Persönlichkeit und unser Interesse.

00:46:34: Genau.

00:46:35: Wie findest du es für dich privat?

00:46:39: Wenn wir jetzt gerade wegen unseren Tärken... Wo wir haben.

00:46:44: Du meinst, ob ich kein Problem habe privat?

00:46:46: Weil ich ja Psychotherapeutin bin.

00:46:48: Ja!

00:46:49: Wie machst

00:46:49: du das?

00:46:50: Nein, voll nicht.

00:46:51: Wenn man meinen Standardspruch auf das ist, dann müssen wir einfach all nur psychologisch studieren und dann hätten wir alle keine Probleme.

00:46:57: Nein natürlich ist es nicht so.

00:46:59: Also... Ich bin ein Mensch und kann meine Stärken und meine Schwächen... ...und ich habe meine Struggles also... Ja, ich habe ein gewisses Wissen Und das lebe ich durchaus als sehr hilfreich.

00:47:14: Wenn ich weiss, dass ihr irgendwo etwas nicht weisst, dann habe ich zumindest eine Idee, wo und wie man sich herausfinden könnte was da geht und wie ich mir aneignen könnte.

00:47:24: Aber das ist ja Theorie und Praxis und nur weil ich etwas weiss heisst es noch lange nicht, dass ich es auch mache.

00:47:30: also ich muss es trotzdem machen!

00:47:33: Auch ich habe ein Kindheit und ein Leben und habe meine Prägungen.

00:47:38: die beeinflussen mich auch.

00:47:41: Ich muss trotzdem genauso wie alle anderen an mir arbeiten und schauen, z.B.

00:47:47: beim Thema Selbstfürsorge.

00:47:51: Dass ich gut auf mich schaue ist etwas, was ich aktiv machen muss.

00:47:55: Da nützt es mir ein Wissen über gesunde Strategien.

00:47:59: Es nütze nichts, wenn ich diese nicht mache.

00:48:01: Wie ich vorhin gesagt habe oder ich muss meinen Alltag so leben, so strukturieren, dass ich selbst für Sorge habe ... Man kann pflegen.

00:48:11: Ansonsten essen, ernähren und schlafen.

00:48:14: Wir wissen, dass nichts da alles nützt, wenn es nicht auch umsetzt

00:48:18: ist.

00:48:19: Und für das braucht es auch konstante Reflexion von einem selber und schauen, warum und wie und was?

00:48:27: Bei dir kann ich unterschreiben.

00:48:30: Das ist so... Ich habe gerade meine Blumen umtopft und sie sind sehr schwer gesehen.

00:48:34: Dann habe ich natürlich schöne Rucke gerecht, Lumbosacrali verankerig gemacht ... Das mache ich ja!

00:48:40: Wichtnahme

00:48:40: zu den Wirbelsäulen ziehen?

00:48:42: Ja,

00:48:45: genau das.

00:48:47: Absolut und ich finde auch sehr... Nicht immer einfach so.

00:48:52: Wir wissen dann auch wirklich in Handlung umsetzen weil wenn du vorher gesagt hast Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es ist

00:48:58: manchmal ... Es menschelt.

00:49:00: Es menschenlt eben, das ist auch bei mir so.

00:49:03: Manchmal ist es etwas gemein, wenn du denkst, dass Risiko für die Selbstkritik schon hier ist, weil du sagst, ich wüsste

00:49:10: ja,

00:49:10: aber ich mag's trotzdem nicht machen.

00:49:12: Wenn du es nicht weisst, kannst du dich immerhin in Unwissenheit saulen?

00:49:16: Ja!

00:49:18: Bei dir im Familienleben hat es einen Einfluss.

00:49:20: Du weißt was du sagest, da habe ich das jetzt angewendet oder das habe ich jetzt vermieden.

00:49:26: Sag ich jetzt mal, weisst du mit deinem Fachwissen in der Familie, wo du gesagt hast?

00:49:31: Ja.

00:49:32: Es hat sicher einen Einfluss ... Mein psychologischer Wiss hat sicher ein Einfloss auf mein Familienleben.

00:49:38: Ein Beispiel, das mir hier gerade im Sinn kommt ist, als ich schwanger war mit Trilling und ich weiss, dass es natürlich nicht ganz alltäglich ist.

00:49:47: Dort hatte ich

00:49:48: schon gewusst

00:49:50: Boah!

00:49:50: Also das wird eine krasse Herausforderung.

00:49:55: Und ich hatte wirklich Respekt und auch ein Stück weit Angst, dass ich gesagt habe, eine Postportale in Depressionen kannst du nicht leisten.

00:50:04: Ich kann es sich nie mehr leisten oder das will auch niemand.

00:50:10: Aber ich hatte schon die Sensibilisierung auf das und wusste einfach, du kannst da nicht irgendwie naiv und ... Hey, easy wird's schon!

00:50:19: auf die Sache zugehen, sondern du musst dir verdammt gut Sorgen haben.

00:50:24: Sonst packst du das

00:50:25: nicht.".

00:50:27: Ja und entsprechend habe ich mich wirklich auch vorbereitet so gut es geht.

00:50:33: Ich habe zum Glück jemanden gekannt, der Drilling hat aber mich vorbereitet, habe mich austauscht, habe mir Hilfe organisiert, habe mit Familien und Angehörigen abgesprochen.

00:50:46: Ja, das hat mich gestärkt.

00:50:47: Ich habe schon geguckt, was die schützende Faktoren sind.

00:50:52: Hier ist ein Beispiel, eine Situation, in der mir mein Fachwissen sicher gut weitergeholfen

00:50:59: hat,

00:50:59: mich vorzubereiten.

00:51:03: Da kann ich gerade mit einstimmen.

00:51:05: Ich wusste auch in der Schwangerschaft, dass das mit den Zwillingen sehr fragile Schwangerschein sein kann.

00:51:14: und habe auch verstanden, dass es sehr wichtig ist, dass ich nicht nur körperlich sondern auch mental stark bin.

00:51:22: Ich habe gesagt, ihr könnt eine rosarote Brille anzugeben.

00:51:25: Ich war in einem Land, wo es Fee und Einhörner hat und alles ist schön und gut damit ich nicht ins Stress

00:51:31: bin.

00:51:31: Also als dein Ressourcenort meintest du das Phantasijort?

00:51:35: Stabilisieren?

00:51:38: Ja, richtig.

00:51:38: Du sagst es zu mir, stabilisieren.

00:51:40: Wenn ich in Stress komme, wüsste ich jetzt mein Medizinisch, dass das eine Blutgefährsverengung gibt und es schneller ist als wirklich

00:51:51: so ... Ist so!

00:51:52: Und dass dann ein Kind in meinem Bauch noch mehr ... Unterversorgung kann kommen und das dann zu einem Tod führen.

00:52:01: Und das ist natürlich keine Sorgen.

00:52:03: Jede Person, die das hört, bekommt einen Schreck und dann soll es ruhig bleiben.

00:52:08: Also wie soll das gehen?

00:52:11: Wie soll ich sagen ... Es war so pragmatisch diese Lösung, die ich für mich hatte, weil ich das fachwissen habe.

00:52:20: Und gleichzeitig ... habe ich gemerkt, dass mein Fachwissen zwar hilfreich aber auch entsprechend ansprüchend mehr hoch ist.

00:52:31: Dass ich ein Umfeld schaffe und meine Kinder gesundes aufwachsen können.

00:52:38: Das war mein Fachwasser, das ich hatte.

00:52:40: Ich wusste, ich muss ABCD meinen Kindern bieten damit sie eine gesunde Entwicklung haben.

00:52:49: Bis heute weisst du?

00:52:51: Und Amix, wie du es sagst, ist das schon ein rechter Druck und gleichzeitig ... Ich glaube jetzt, weil sie Teenagers sind.

00:53:00: Umbringen würde ich sie nicht mehr!

00:53:04: Nur ab und zu auf einem Mond schiessen?

00:53:06: Ab und zu könnte sie sein.

00:53:08: Aber lass sie ... Ich will es nicht zu laut verschreien.

00:53:12: Sonst habe ich sie jetzt aufgenommen.

00:53:14: Sie sind tolle Kinder.

00:53:15: immer noch finde ich.

00:53:16: Ich bin wahrscheinlich eine anstrengende Mutter für sie, aber das darf auch

00:53:19: sein!

00:53:21: Wie geht der Spruch?

00:53:22: Eine Pubertät ist, wenn die Eltern anstregend werden oder nicht so... Richtig,

00:53:26: ich bin jetzt in dieser Phase mit Ihnen.

00:53:29: Und ich denke, Elyans als Fachperson ist es ja diese Herausforderung, die selbst versorgt haben, dass wir Ansprüche haben und dass man auch sehr gütig mit uns selber sind

00:53:42: Wohlwollend sein.

00:53:43: Wichtig ist, dass man das selbst mitgefühlt entwickeln kann.

00:53:47: Es braucht so eine Balance zwischen sich selbst reflektieren und auch mitfühlen, damit sie umgehen, motivieren und sich selber an den Hand nehmen.

00:53:58: Sehr schönes Bild.

00:54:01: Weisst du ich finde amix im Falle schwierig?

00:54:03: Das Therapeuten-Patientenverhältnis ist ja mit Kindern amix... noch schwammig, weil sie sagen mir zum Beispiel du.

00:54:13: Oder je nachdem, krabbeln sind wir halt auch auf das Bein oder ich nehme sie auf den Arm oder ich habe es ja auch mal auf dem Schoß.

00:54:22: Wir sind uns sehr nahe aber ich bin keine Familie mitgelegt.

00:54:27: Wie du gesagt hast, ich bin deine Freundin.

00:54:30: Aber es gibt auch Kinder die mir Tante sagen weisst?

00:54:33: Ich

00:54:33: bin einfach ... Die Physiotante!

00:54:38: Also ich bin sehr nahe bei Ihnen und auch bei den Familien.

00:54:44: Ja, aber ich

00:54:45: doch auch, gell?

00:54:47: Die Nähe ... Du mehr körperlich, ich mehr emotional oder du weintest... Das gehört dazu!

00:54:54: Aber das ist die professionelle Nähe.

00:54:59: Und dann wird er losloggen

00:55:03: als im Privatleben.

00:55:05: Absolut.

00:55:06: Und dann aufpassen, dass du ... Weisst du was?

00:55:09: Die anderen Seiten nicht so meinten.

00:55:11: Könntest du mir noch extra Aufträge machen oder ... Nehmen wir mal einen Kaffee zusammen und da muss ich auch selbst versorgen.

00:55:20: Da bin ich so klar und sag los!

00:55:23: Das geht nicht.

00:55:23: Ja.

00:55:24: Lustigerweise habe ich das eigentlich nicht bei diesen Leuten, weisst eben so von wegen.

00:55:30: ja sie könnten doch schnell für mich mit denen, wo ich wirklich die ... Ja, was sehr tief und echt ist in der Therapiemoment.

00:55:40: Habe ich das denn gar nicht?

00:55:41: Denn dann ist es wieso ... Das fällt ab für das andere.

00:55:44: Das ist wieder so eine ... So eine künstliche Nähe zu arbeiten.

00:55:48: Wenn jemand quasi will einwickeln oder für dich einbinden.

00:55:54: Es kommt eher von den Leuten, die ich vorhin gesagt habe, wo ich herausfordernd finde, die passiv sind.

00:56:01: keine Eigenverantwortung haben, die ich in diesem Minus stecke.

00:56:04: Ich erlebe diese Ausforderungen nicht.

00:56:07: Aber du hast natürlich völlig gerecht.

00:56:09: Hier ist die Selbstversorgung oder die Abgrenzung v.a.

00:56:13: mega wichtig!

00:56:15: Ich bin nicht eine Freundin, nicht eine Familienangehörige, ich bin Fachpersonen und Therapeuten.

00:56:20: Und ich bin zwar hundertprozent hier und ich bin echt unverfügbar in meiner Rolle.

00:56:28: Das meint auch so.

00:56:30: Aber es ist eine andere Rolle als eine private Rolle.

00:56:34: Hast du wieder hervorragend zusammengefasst?

00:56:36: Ich danke dir!

00:56:40: Das Fazit für mich ist immer noch... Also ich liebe, was ich mache mit jeder Fasere von meinem Sein.

00:56:46: Das ist nicht die Berufs- und das ist die Berufung für mich.

00:56:49: Und wenn ich so nacheinander schatte, dann weisst du, was mich ärgert, hat's wo du so gefragt hast ... Es ist eigentlich eher ein systemischer Natur, weißt

00:57:00: du?!

00:57:00: Und das ist so schwer zu ändern.

00:57:03: Es geht halt auch so lange, bis man etwas ändert.

00:57:07: Aber wie ich vorhin gesagt habe, das Lachen und den Käfer auf dem Rücken liegen, also das Glück überwiegt definitiv.

00:57:17: Ja aber ich meine es überall im Leben nicht so... gewisse Sachen einfach nicht kann ändern.

00:57:23: Und wir sollten uns doch alle einfach ab und zu mal auf den Rücken lecken wie ein Käfer und etwas lachen, wenn wir Sachen nicht ändern können oder?

00:57:30: Also irgendwo ja!

00:57:31: Ja komm ich komme doch zu unseren Goldigen Drei.

00:57:34: Wir

00:57:34: haben heute über unsere Brüfe geredet und die goldigen drei sind heute einfach Sachen, welche ihr euch möchtet mitgeben.

00:57:42: Für euren Beruf was auch immer der ist für euch als Ehrenamt oder auch für ein Hobby.

00:57:47: Machst du gerade das erste?

00:57:48: Das Erste ist, findet die Tätigkeit, die dich erfüllt und sinnstiftend ist.

00:57:54: Der zweite Punkt ist Schattenseite – hat jeder Beruf jede Beschäftigung?

00:57:59: Es geht um die Balance.

00:58:01: Das Dritte schafft ihr das Umfeld indem du dein Potenzial entfalten und dich stets weiterentwickeln kannst.

00:58:09: Herzlichen Dank!

00:58:10: Das war wunderbar mit dir.

00:58:13: Gehen wir zurück in unseren Prüfungen?

00:58:16: Genau, heute arbeite ich nicht.

00:58:18: Jetzt muss ich den Kinder empfangen für den Mittag.

00:58:23: Meine Ferien haben vielleicht gekocht.

00:58:24: Schauen wir mal.

00:58:26: Hast du schon etwas dabei?

00:58:28: Danke

00:58:28: vielmals!

00:58:28: Schön

00:58:29: es war mit dir.

00:58:30: Tschüss!

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